TUrMin

Vernetzungs- und Transfervorhaben zur Förderrichtlinie Urban Mining
Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Urban Mining: Erschließung anthropogener Lager als Rohstoffquelle (UrMin)

Ziele des Vernetzungs- und Transfervorhabens TUrMin sind die Stärkung der Innovationskraft durch die Vernetzung der geförderten Verbundprojekte untereinander und im Außenraum sowie der Erfahrungsaustausch mit relevanten Stakeholdern aus Forschung, Wirtschaft und Politik. Im Hinblick auf die Verwertung der angestrebten Lösungen wird TUrMin die Projektverbünde bei der Nutzung möglicher Synergien unterstützen. Dies folgt der Umsetzungs- bzw. Innovationsorientierung der Förderpolitik des BMBF im Bereich Ressourcen und Nachhaltigkeit sowie im Rahmenprogramm FONA.

1. Gezielte Vernetzung der geförderten Verbünde der thematischen Schwerpunkte

Eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft, hier mit dem Fokus der Rückführung von Rohstoffen aus anthropogenen Ablagerungen in die Wirtschaftskreisläufe, ist mit Blick auf eine sichere Rohstoffversorgung bei gleichzeitig steigendem Reststoffaufkommen ein zentrales gesellschaftliches Thema von hoher nationaler und internationaler Relevanz.

Generell gilt, dass Innovationen nicht an inhaltlichen und zeitlichen Projektgrenzen enden dürfen, wenn grundlegende Veränderungen in komplexen Systemen wie der Kreislaufwirtschaft erreicht werden sollen. Ziel des Vernetzungs- und Transferprojekts „TUrMin“ ist es, die Innovationskraft der umsetzungsorientierten Verbundprojekte der BMBF-Fördermaßnahme Urban Mining insgesamt als grundlegenden Beitrag zur Intensivierung der Kreislaufwirtschaft zu stärken und entsprechende Synergien zu heben.

2. Wissenschaftliche Innovation: Effizienzsteigerung hinsichtlich der Forschungsförderung und des Ergebnistransfers

Auf übergeordneter Ebene liegen methodische Erkenntnisse aus der Evaluation von Begleitforschungsprojekten in FONA und anderen Programmen mit Nachhaltigkeitsfokus vor. In diesem Zusammenhang fanden in den vergangenen 13 Jahren verschiedene Workshops statt, an denen unterschiedliche Förderinitiativen (u.a. BMBF, BMU, NFP der Schweiz) beteiligt waren. Die gewonnenen Erkenntnisse beinhalten zentrale Erfolgsfaktoren, die für eine erfolgreiche Umsetzung von Begleitprojekten notwendig sind. Dazu gehört zum einen eine effektive Vernetzung, die die Berücksichtigung von vier Dimensionen erfordert: die Vernetzung der Einzelprojekte untereinander, die Anbindung der Projekte an die Ziele der Fördermaßnahme, die Anbindung an andere Förderprogramme sowie die Zusammenarbeit mit Praxisakteuren. Zum anderen spielt die wissenschaftliche Begleitung der Fördermaßnahme eine Schlüsselrolle als unterstützende Maßnahme zur Erreichung der strategischen Ziele von FONA, insbesondere in den Bereichen Kommunikation, Transdisziplinarität und Wissenstransfer. Als entscheidende Erfolgsfaktoren für eine effektive Zusammenarbeit mit den beteiligten Projektträgern und Projektverbünden konnten ein starkes Mandat für die wissenschaftliche Begleitforschung sowie ein zeitlicher Vor- und Nachlauf zur Laufzeit der geförderten Projekte identifiziert werden.

3. Ergebnisse, Partner und Nutzungspotenziale

Übergeordnetes Ziel des TUrMin Projekts ist die Schaffung von langfristigen Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der Gesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene, die möglichst über den Förderzeitraum der Maßnahme hinaus Bestand haben und nicht zuletzt die Umsetzung der verschiedenen Projektergebnisse in die Praxis nachhaltig unterstützen sollen. Die Wahl geeigneter Darstellungsformate (z.B. Publikationen, Vorträge, optional Filme etc.) führt dabei zu einer nachhaltigen Sichtbarkeit der erarbeiteten Ergebnisse über den Förderzeitraum hinaus. Um eine Vorbildfunktion in der Kreislaufwirtschaft und auf dem Gebiet des Urban Mining einzunehmen und eine Breitenwirkung zu erzielen, werden die erarbeiteten Inhalte durch TUrMin zielgruppen­spezifisch so zusammengefasst, dass sie an interessierte Zielgruppen adressiert und weitergegeben werden können. Die Ziele der Fördermaßnahme sowie die Inhalte der einzelnen Verbundprojekte fließen weiterhin direkt in die wissenschaftliche Lehre ressourcenbezogener Studiengänge ein.

Die Ergebnisse von TUrMin stehen dem Zuwendungsgeber und allen beteiligten Projektkonsortien dauerhaft zur Verfügung